DVDSurround >> Mimic 2

Die Übersicht

Sprache

Tonformat

Bitrate
(c) Universum Film

Deutsch

Dolby Digital 5.1

448 kbps

Englisch

Dolby Digital 5.1

448 kbps

 

Surround Bewertung

 

Sehr Gut

 

Studio, Erscheinungsjahr:

Dimension Films, 2001
Verleih, Erscheinungsjahr: Universum Film, 2003

 

Der Sound von Mimic 2

Auch für die Tonabmischung der Fortsetzung zu „Mimic“ wurden wieder namhafte Skywalker-Sound-Grössen wie Gary A. Rizzo, Tony Sereno und Robert Shoup rekrutiert. Leider müssen wir diesmal aber auf die Topdesigner Randy Thom, Tom Myers, Lora Hirschberg, Michael Minkler und Steve Boeddeker von Teil 1 verzichten. Dies will aber nicht heissen, dass das hier Gebotene wesentlich schlechter ist. Man darf auch nicht vergessen, dass es sich bei dieser Fortsetzung „nur“ um eine Video-/DVD-Premiere handelt und der Film nicht mit einem riesigen Budget gesegnet war.

Zum Film: Eigentlich beginnt der Film recht ähnlich wie sein Vorgänger: Musik verteilt sich in hörbarer 5.1-Kanaltrennung auf alle Lautsprecher (teilweise wurden einzelne Instrumente direkt den einzelnen Kanälen zugewiesen), Stimmen wandern im Raum herum und ab und zu ertönt ein herumschwirrendes Viech. Ein weiterer akustischer Genuss stellte die Kamerafahrt durch den computergenerierten U-Bahn-Tunnel dar, bei welcher einem die Wände und Decken nur so um den Kopf sausen.

Die U-Bahn-Szene zu Beginn wurde zwar ebenfalls auf hohem Niveau und aggressiv vertont, reicht aber nicht an die Referenzszenen von „Mimic“ ran. Leider müssen wir auch grösstenteils auf die von uns geliebten Schachtszenen mit Echos, Hall etc. verzichten. Die aus dem ersten Teil bekannten Gewitter wurden wieder hervorragend abgemischt, wenn auch diesmal das heftige Donnern aus den Rears etwas zu kurz kommt. Dafür wurden fallende Regentropfen und dergleichen sehr eindrucksvoll auch den hinteren Lautsprechern zugewiesen. Ab und zu legt dieser schöne Raumklang aber filmbedingt auch kürzere Pausen ein. Da bleiben die Rears auch mal stumm. Alles in allem ist der Ton dem Geschehen auf der Leinwand mehr als angemessen. Jetzt hätte ich fast den LFE vergessen zu erwähnen. Dieser macht nämlich während des ganzen Filmes eine äusserst gute Figur, indem er jeder Actionszenen den nötigen Druck verleiht. Es rüttelte doch einige Mal ziemlich heftig an unseren Kinostühlen.

Direktionale Effekte dürfen natürlich auch nicht fehlen. Wie schon bei Teil 2 dürfen vor allem die etwas zu gross geratenen Insekten ihr Bestes in den Rearspeakern geben. Sie sorgen für gelungene Effekte, indem sie über alle Boxen fliegen (ausser natürlich den Backsurround). Hört sich teilweise ultrarealistisch an. Nicht minder beeindruckend sind die herumschwirrenden Hubschrauber gegen Ende des Films.

Wenn der Film auch nicht den Geschmack eines jeden trifft, so sollte dies jedenfalls der Sound. Seinem Vorgänger kann er zwar das Wasser nicht reichen, spielt aber teilweise in der gleichen Tonliga mit. Die Note „Sehr Gut“ ist ihm deshalb sicher.

Autor: Hannes Helfenstein
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