DVDSurround >> Mission to Mars Platinum Edition

Die Übersicht

Sprache

Tonformat

Bitrate
(c) VCL/MAWA

Deutsch

DTS-ES 6.1 Discrete

768 kbps

Deutsch

Dolby Digital 5.1 EX

448 kbps

Englisch

Dolby Digital 5.1 EX

448 kbps

 

Surround Bewertung

 

Sehr Gut

 

Studio, Erscheinungsjahr:

Touchstone Pictures, 2000
Verleih, Erscheinungsjahr: VCL/MAWA, 2000

 

Der Sound von Mission to Mars Platinum Edition

„Mission to Mars“ war einer der ersten Filme, die vom neuen Dolby Digital Surround EX profitieren durften. Dies will aber nicht heissen, dass die Toningenieure noch nicht wussten, wie man richtig mit diesem Tonformat umzugehen. Im Gegenteil: Mit der Abmischung von Brian De Palmas Sci-Fi-Abenteuer zum roten Planeten präsentiert sich uns ein gelungener Mix, der weder als besonders effekthascherisch, noch als frontlastig bezeichnet werden kann. Sehr behutsam und meistens an den richtigen Stellen wurden die hinteren Kanäle aufgeboten. So kommen wir in den Genuss einer äusserst homogenen Abmischung. Übrigens waren hier keine Anfänger am Werk Supervising Sound Editor Lon Bender gehört zu den besseren Tonmeistern, die Hollywood zu bieten hat.

Und nun zu der Abmischung von „Mission to Mars“: Dass eigentlich immer etwas Raumklang während des ganzen Films vorhanden ist, beweist unter anderem die Anfangsszene. Die Musik des Festes und das Geplauder der Leute verbreiten sich (wenn auch nicht extrem) über alle Lautsprecher. Ebenso tun dies auch die obligaten Umweltgeräuschen. (Zirpen der Grillen) Eine interessante Tonkulisse präsentiert sich auch, als sich die Protagonisten, etwas entfernt vom Fest, unterhalten. Aus den Rearspeakern, genau mit der Kameraperspektive übereinstimmend, hört man die Musik vom Fest, während man vorne die drei Männer sprechen hört. All den angesprochenen Szenen ist übrigens eins gemeinsam: IMMER wird der Backsurround mitintegriert und immer steuert er das letzte Quäntchen zum gelungenen Raumklang bei!

Nicht minder interessant offenbart sich der Raumklang auf der Raumstation. Als man in einer der ganz ersten Szenen auf der Station die Hauptdarsteller auf einem zukommen sieht, hört man aus dem rechten Surroundkanal eine sich öffnende Tür. Diese wurde wirklich schön in die ganze Tonkulisse eingearbeitet. Das typische Raumstationbrummen darf natürlich auch nicht fehlen. Und als die Darsteller einmal etwas Musik auf der Raumstation abspielen, eröffnet sich auch hier eine interessante Abmischung: Je nach dem, ob die Kamera sich nah oder weit weg von den Lautsprechern der Station befindet, ertönt die Musik aus den Rears oder den Frontspeakern. Wirklich sehr professionell gemacht, Chapeau! Der perfekte EX-Test darf natürlich auch nicht fehlen: Einmal spricht ein Darsteller über den Bildschirm zu den anderen Personen. Während die Kamera dabei über deren Gesichter wandert, wandert auch die Stimme des sprechenden Schauspielers über ALLE Lautsprecher mit. Wer die Überlegenheit seines EX/ES-Systems seinen Freunden demonstrieren möchte, ist hier genau richtig! Imposant auch der Start des Raumschiffs: Man fühlt den Druck am ganzen Leibe, als es zum Start kommt. Die Dynamik ist hier formidabel gelungen!

Auch in der Station auf dem Mars wurde grosser Wert auf den Ton gelegt. Im Biosphärenraum, der mit zahlreichen Pflanzen versehen ist, hört man immer irgend wo ein Tropfen oder Geplätscher. Hier halten sich unsere Hauptdarsteller aber nicht lange auf, sondern besuchen bald einmal das Raumschiff der ausserirdischen Freunde. Als sie deren Räumlichkeiten betreten, ist bei jedem Schritt aus den Surrounds ein wunderbares Echo zu hören. Wirklich ein perfekter Raumklang der auch in dieser Szene geboten wird, in der eigentlich nicht viel passiert. Zu guter letzt darf dann auch noch ein Raumschiff genau durch den hinteren Center fliegen. Wow!

Alles in allem bietet „Mission to Mars“ ein audiophiles Vergnügen, das seinesgleichen sucht. Storybedingt kann er natürlich nicht massenweise Split-Surroundeffekte bieten wie andere Science-Fiction-Filme, das hier gebotene kann jedoch voll überzeugen und so hat sich „Mission to Mars“, auch dank der sehr guten Einarbeitung des Backsurrounds, sein „Sehr Gut“ verdient.

Zu guter letzt noch ein Appell an alle schweizerischen Heimkinobesitzer: Wenn Ihr an „M2M“ interessiert seid, so kauft bitte die in Deutschland erhältliche Platinum Edition mit DTS-ES 6.1 Discrete Tonspur, welche wir testeten. Es lohnt sich bestimmt!

Autor: Hannes Helfenstein
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